Home Siemens Schottky Röhre Die Homepage von H.-T. Schmidt

Die erste Tetrode überhaupt, mit der Walter Schottky Versuche unternahm. Wolframheizer. Ab 1917 gefertigt. Wird oft als SSI bezeichnet, es steht aber auf einer Banderole in Rot Siemens Schottky Röhre drauf, nicht SSI.

Das System selbst ist möglicherweise baugleich mit der SSI, die später mit 5-poligen Poströhrensockel herauskam.

Alter 5-poliger-Siemenssockel (Liebenröhrensockel mit vier Stiften und einer Buchse). Eine Röhre mit diesem Sockel habe ich als SSI noch nicht gesehen.

Höhe ohne Stifte: 90 mm
Durchmesser: 45 mm

Heizung: 2,5...2,7 V und 0,38...0,4 A
Kathodenstrom: max. 2 mA
Anodenspannung: 30...36 V
Raumladegitterspannung: 11...13 V
Steuergitterspannung: -0,5 V
Steilheit: 0,3 mA/V
Durchgriff: 3 %
Verstärkung: 33-fach
Innenwiderstand: 130 kOhm

Zeichnung aus: Wireless Telegraphy, Volume II, Rupert Stanley, 1923
Röhre: Sammlung W. Müller, Photos: H.-T. Schmidt

 
Bei einer Raumladetetrode liegt das Steuergitter zwischen Raumladegitter und Anode, also als zweites Gitter. Das Raumladegitter (1.) wird für die Elektronenbeschleunigung benutzt, und da es sehr nah an der Kathode ist, kommt die ganze Röhre mit kleinen Spannungen aus. Eine Raumladetetrode verhält sich in ihren Kennlinien ähnlich wie eine Triode, kann aber nur wenig Leistung abgeben. Solche Röhren wurden besonders für Batteriegeräte gebraucht.

Die Gitter wurden aus Blechen heraus gestanzt und dessen Stege anschließend etwas verdreht. Das ganze System war nach unten hin offen, was beim Zusammenbau das Einsetzen des fertig montierten Heizers in die restlichen Elektroden erlaubte.


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